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und ein paar
Fotos von 'El Niño' |
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Geweih-Korallen - Acroporidae |
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Diese Korallen wachsen in den seichten Bereichen des Meeres und durch die extremen Temperaturen starben sie zur Gänze ab und waren nach wenigen Monaten bereits komplett mit Algen überzogen. Im Baa-Atoll begegnete ich bereits ab Mai 2000 in der Lagune einigen dieser Geweihkorallen :-) |
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Tisch-Korallen - Acroporidae |
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Obwohl die Tisch-Korallen erst unterhalb 4m Tiefe wachsen, wurden diese dünnen, zarten Gebilde ebenfalls zur Gänze zerstört und bereits 6 Monate nach ''El Niño'' sah man überall nur mehr algenüberzogene, kümmerliche Fragmente. Auch im Mai 2000 und April 2001 konnte ich leider keine einzige Spur von neuen Tischkorallen entdecken :-((( |
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Poren-Korallen - Poritidae |
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Poren-Korallen sind eigentlich die größten Riff-Brocken und erwärmten sich daher nicht so rasch, aber auch hier stellte ich mehr als 20% Schäden fest. Im Mai 2000 sah ich aber schon wieder zahlreiche graue, grüne, rosa, gelbe und blaue Poren-Korallen in allen Größen am Hausriff von Fonimagoodhoo :-)) |
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Hirn-Korallen - Faviidae |
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Hirn-Korallen sind meistens größere Stücke und erwärmten sich daher auch nicht so schnell. Etwa 70-80% dieser Hirn- und Stern-Korallen haben überlebt und sie wachsen auch schon wieder relativ schön nach :-)) |
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Stern-, Kristall- und Rasenkorallen - Faviidae |
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Bei den zahlreichen Arten der Stern-Korallen verhält es sich wie bei den Hirn-Korallen. Auch hier konnte ich nur wenig Schäden feststellen. Im Mai 2000 sah ich im Baa-Atoll mehr Stern-Korallen, als 1998 im Lhaviyani-Atoll. Ob sie schon wieder so zahlreich nachwachsen, oder ob es nur am Atoll liegt, kann ich nicht beurteilen :-))) |
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Weich- und Lederkorallen - Alcyoniidae |
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Bei den Troglederkorallen (rechts) bemerkte ich keine Unterschiede zu früher, nur Bäumchen-Weichkorallen (links) sah ich seit 1998 keine mehr. Dass auch Weichkorallen vom "Coral bleaching" betroffen waren, sieht man an der Xenia Art (Bildmitte), die sich aber bis Mai 2000 wieder schön vermehrt haben. Auch Weich- und Lederkorallen leben mit Zooxanthellen in Symbiose und das ''Coral bleaching'' befiel daher diese Arten genauso :-)) |
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Mördermuscheln - Tridacnia |
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1998 fielen alle kleinwüchsigen Tridacnias im seichteren Wasser El Niño zum Opfer und im Herbst 98 klafften überall nur die leeren Muschelschalen aus den Korallen, aber im Mai 2000 sah ich im Baa-Atoll nicht nur viele große Arten, sondern auch sehr viele dieser kleinen Mördermuscheln :-))) |
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Anemonen (Heteractis magnifica) & Malediven-Anemonenfische |
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Auch etwa 80% dieser Anemonen sind abgestorben und die meisten, die ich im Herbst 1998 sah, waren noch sehr klein und fast weiß. Ohne ihre schützenden Anemonen fielen leider auch viele Anemonenfische ihren Feinden zum Opfer. Ab Mai 2000 gab es zwar noch immer wenig neue Anemonen, aber sie sehen wenigstens wieder gesund aus :-) |
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diese Korallen wuchsen in den Jahren 2000, 2002 und 2004 wieder nach |
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Protect the Maldives |
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Obwohl die Korallen überall schon wieder nachzuwachsen begannen, sind die Riffe noch lange nicht in dem Zustand, in dem sie vor ''El Niño'' waren und nur wenn wir sie wirklich schonen, werden sie sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren wieder vollkommen regeneriert haben ! Wenn ich in einem der Reisebericht im Internet lese: ''... wo dann soviele Steine sind, über die man erst mal steigen muß, um ins Wasser zu kommen und im Wasser hat man dann auch noch welche, je weiter es nach hinten geht, desto 'schlimmer' wird es ...", da frage ich mich echt, wissen denn viele der Urlauber gar nicht mehr, was natürlich ist? Die Malediven sind doch der Inbegriff des Paradieses und das Paradies ist nun einmal die Natur und nichts von Menschen geschaffenes. Asphaltierte Wege und gesiebter Lagunensand haben da einfach nichts verloren! Abgesehen davon, im gesamten Atollgebiet der Malediven gibt es nun mal keine natürlichen Steine. Das, was die Reiseberichtschreiberin so abfällig als Steine bezeichnet hat, bevor sie vom Menschen zerstört und zertrampelt wurden, waren einmal Korallen.
Sollten Sie diese einfachen Richtlinien ohnehin beherzigen, dann sehe ich die Zukunft der Malediven wieder etwas optimistischer und vielleicht (!) können auch unsere Kinder hier noch tauchen und schnorcheln !? Wien, 15. 7. 2000 - Gerhard
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